Chile und Argentinien vom 08.01.-14.01.2020

08.01.2020: Ajaj, was für ein Pech mit dem Wetter. In Puerto Varas haben wir aufgrund des Regens leider keinen Osorno erblicken dürfen. Da jedoch auch der Lago Llanquihue atemberaubend ist, fahren wir gemütlich rund herum. Wir bestaunen die grünen Wiesen, die Kuhherden, die hohen Bäume und den schönen See. Und dank dem Regen ist unser Sprinter wieder sauber. Schliesslich landen wir in Puerto Octay, einem herzigen Dorf mit gut merkbarem Einfluss der deutschen Einwanderer vor etlichen Jahren. Schon unterwegs haben wir diverse Schilder gesichtet, auf denen «Kuchen» stand, deswegen geniessen wir hier feine Tortenstücke.

09.01.2020: Wir erhofften uns besseres Wetter in Villarica. Darum sind wir über die erste Autobahn seit Buenos Aires nach Norden gefahren. Auf der Karte noch ganz klein und unscheinbar, vor Ort jedoch eine Stadt mit Horden von Chilenen, die hier ihre Sommerferien geniessen. Wir fuhren weiter nach Pucón, welches ebenfalls am Lago Villarica liegt. Hier treffen wir zwei Schweizer mit einem CS Cosmo=), der Bruder von unserem CS Independent. Was für ein Zufall so weit weg von zu Hause!!

10.01.2020: Jupi, die Sonne weckt uns! Und der Villarica zeigt uns die perfekt verschneite Spitze. Leider drängt uns das Gesundheitszertifikat von Soda innert 10 Tagen zurück nach Argentinien. Somit geht’s zurück an den Lago Llanquihue, genauer nach Frutillar. Ebenfalls herzig, mit vielen Menschen am See und feinen Torten in den Läden. Dank Ulis Tip fahren wir nun am anderen Ufer des Sees hoch und dürfen mit Soda im Espantapajaro ein feines Buffet geniessen. Das Beste ist jedoch der wunderschöne Osorno Vulkan am anderen Seeufer! Was für ein toller Abend in Gesellschaft von Lamas, Eseln, Ziegen, Schweinen, die zum Restaurant gehören. 

11.01.2020: Nun Richtung Grenze nach einem zweiten Abstecher nach Puerto Octay. Kurz vor dem Paso Cardenal Antonio Samoré biegen wir ab zum Skigebiet Antillanca. Zwar Naturschutzgebiet- aber heute sind wir verwegen=). Soda wird versteckt und wir fahren die Skipiste hoch mit 4x4 und Untersetzungsgetriebe. Oben angekommen harren wir aus, bis die chilenischen Touris weg sind und wir Soda rauslassen können. Wir verbringen den Abend und die Nacht fast ganz alleine hoch auf dem Berg, von Vulkanen umgeben in einer tollen Lavalandschaft! Atemberaubend!!

12.01.2020: Der Grenzübergang ging gut, aber in Bariloche traf uns fast der Schlag- Horden von Argentinier haben ebenfalls Ferien und geniessen ihre wunderschönen Seengebiete mit Plantschen im See! Wir fahren weiter nach El Bolsón und finden spätabends zum Glück doch noch einen Campingplatz, der uns nimmt. 

13.01.2020: Wir verbringen den Tag mit Reparaturen, Wäsche waschen und Erkunden des Dorfes- hier zeigt sich, dass El Bolsón ein hundefreundlicher Ort zu sein scheint: Auf dem Camping hats einen tollen Dackel, wir sehen einen Recycling Hund, der Petflaschen zusammenträgt, treffen den Bierhund, der seinen Besitzer, den Barkeeper, begleitet und ab und zu beim Wechsel des Fasses unter die Bierdusche gerät. Und zu guter Letzt treffen wir noch drei kleine Mädels, die mit ihren zwei Hunden auf der Wiese spielen. Als dann Mama nur die Kinder mit dem Auto abholt, denken wir noch «Aha, doch nicht Ihre Hunde». Doch Mama ruft aus dem Auto so was wie «Kommt Jungs, ab nach Hause» und die beiden Vierbeiner sausen in einem Caracho dem Auto nach- wohl also doch Ihre Hunde=).

14.01.2020: Kathi braucht nochmals eine Fahrpause, weshalb wir in El Bolsón bleiben. Zu tun finden wir immer etwas=).

 

Weiter gehts mit den Berichten wieder unter Argentinien....

 

Chile 02.01.2020- 07.01.2020

02.01.2020: Heute geht’s von Cochrane wieder Richtung Norden. Die Gravel Road Richtung Süden tun wir uns und vor allem dem Sprinter nicht an. Auf dem Rückweg geniessen wir den imposanten Río Baker nochmals und wandern mit Soda bis zu einem seiner Wasserfälle. Unterwegs sehen wir tausend Spuren kleiner Paarhufer- Dani behauptet steif und fest dies seien die Spuren des seltenen Andenhirschs- des Huemuls. Vorbei an tiefblauen und türkisen Seen, ansonsten aber trockener Umgebung, treffen wir in Puerto Tranquilo ein- und der Seepolizist nimmt gerade die Fahne runter- was bedeutet, dass der See wegen Windböen geschlossen ist. Wir haben aber Glück- ein paar Stunden später dürfen wir beide nacheinander die Marmorhöhlen Tour machen. Das Wasser ist unglaublich türkis und die Höhlen super schön und eindrücklich bei gutem Wetter. Im La Provençale geniessen wir einen Crêpe und einen tollen Cappuccino und freuen uns die nette junge Französin und ihren chilenischen Ehemann kennen zu lernen. Danach verbringen wir eine ruhige Nacht am Seeufer.

03.01.2020: Weiter geht’s Richtung Coihaique. Nach kurzem ändert die Landschaft- wir fahren durch grünen Wald- fast Urwald- und sehen riesige Rhabarber- ähnliche Blätter und Riesenfarn. Und dann erleben wir ein zweites Weihnachten=). Die asphaltierte Strasse begeistert uns alle! Nach Cerro Castillo haben wir das nächste Weihnachten=). Wir treffen unterwegs auf das liebe Ehepaar aus dem Allgäu (siehe Eintrag Uruguay). Neben der Strasse tauschen wir News und Tips aus und verabschieden uns dann leider wieder. Coihaique gefällt uns danach auch gut, vor allem aufgrund des Menschen- und Hundearmen Velowegs der Stadt entlang=).

04.01.2020: Auf nach Puyuhuapi! Der Weg dahin ist abenteuerlich! Wir überwinden einen Pass, der es in sich hat. Aber wenns die grossen Lastwagen schaffen, können wir das auch. Wir verbringen den regenreichen Nachmittag/Abend wieder einmal am Meer- das Dorf liegt an einem Fjord des Pazifiks und Soda verzieht den Mund beim Wasser trinken…. 

05.01.2020: Wir fahren weiter nach Chaitén, wo wir unsere Fährkarten kaufen und verbringen den Nachmittag und die Nacht am schwarzen Sandstrand von Santa Barbara. 

06.01.2020: Soda fühlt sich am schwarzen Sandstrand wohl und flitzt im Sand hin und her. Auch für uns ist es etwas ganz Besonderes, denn wir sehen Seehunde und Delphine in der Bucht direkt vor unserer Nase. Es geht weiter tief in den Pumalin Nationalpark. Wir nehmen einen Wanderweg zu Wasserfällen in Angriff und merken schnell, dass es eine überaus knifflige Kletterpartie auf regennassen Holztreppen wird. Und wer meistert dies am besten? Soda, unsere Klettermaus mit ihrem 4- Pfoten- Antrieb ist flink wie ein Affe und hat mega Power! Am Abend verschiffen wir mit der Fähre und kommen im neblig- geisterhaften Hornopirén um Mitternacht an. 

07.01.2020: Zum Glück ist Hornopirén bei Tageslicht nur noch halb so gruselig. Wir fahren weiter nach Puerto Montt und merken, dass die Carretera Austral nun bereits zu Ende ist. Auch hier vergeht die Zeit wie im Flug! Nach vielen Kilometern ohne grössere Ortschaften schockt uns das geschäftige Treiben und die vielen Autos gerade ein bisschen. Aber wir finden einen netten Tierarzt und die Papiere für Soda sollten von der SAG für den 08.01. fertig sein. Nachdem wir frisches Lachs Ceviche im Markt akquiriert haben, entfliehen wir der Stadt nach Puerto Varas. Hier finden wir am See ein gutes Plätzchen mit Sicht auf Nobel-Wohnkomplexe und Hotels. Eigentlich würden wir ja lieber die Vulkane Osorno und Calbuco sehen, aber aufgrund des schlechten Wetters entziehen sie sich unserer Sicht...