Reisen mit Hund in Argentinien

66% aller Argentinier haben gemäss einer Umfrage einen oder mehrere Hunde. Dies entspricht in etwa unserer eigenen Erfahrung. Dazu kommen viele Strassenhunde, welche von den Argentiniern aber meist gefüttert werden und in relativ gutem Zustand sind. 

 

Das Spazieren mit Soda in den Dörfern und Städten geht relativ gut. Wir werden von den Hunden hinter den Gittern zwar wild angebellt, die Strassenhunde sind jedoch stets sehr ruhig und nähern sich langsam und freundlich. 

 

Leider ist das eigentliche Reisen mit Hund nicht so einfach. Die wilde Natur, welche an uns vorbei rauscht während dem Fahren, ist stets eingezäunt, weshalb ein spontaner Spaziergang nicht möglich ist. Auf den Campingplätzen wurde Soda aber meist freundlich begrüsst und war kein Problem. In Restaurants sind wir mit ihr kaum gegangen. 

 

Parks: 

  • Península Valdéz: Soda war im Dorf Puerto Pirámides und auf dem Campingplatz ebendort kein Problem. Sogar ins Café Origen durfte sie rein. Während der Rundreise auf der Insel musste sie jedoch stets im Sprinter bleiben. 
  • Punta Tombo: Soda musste auf dem Parkplatz im Sprinter bleiben, durfte aber kurz Luft schnuppern.
  • Bosque Petrificado de Jaramillo: Soda musste im Sprinter bleiben, durfte aber mit ins kleine Museum kommen, da die beiden Verantwortlichen selber Hunde haben und sie Soda toll fanden. 
  • Parque Nacional Monte León: Diesen Park mussten wir auslassen, da Soda nicht mal im Sprinter in den Park durfte. Schade und nicht ganz verständlich. 
  • Parque Nacional Tierra del Fuego: Diesen Park haben Dani und ich getrennt erkundet, Soda blieb mit dem anderen in unserem Apartment.
  • Parque Nacional Los Glaciares (Südteil): haben wir per Boot getrennt erkundet, der andere blieb mit Soda im Sprinter.
  • Parque Nacional Los Glaciares (Nordteil): aufgrund des schlechten Wetters konnten wir hier nicht wandern- Soda hätte nicht mitkommen dürfen.
  • El Bolsón: auch hier gibts nun einen Nationalpark (Río Azul)- die Wanderungen in den Bergen sind nicht mehr mit Hunden erlaubt. Ob die kurzen Wanderungen (zum Beispiel Mirador Cerro Amigo, La Pasarela, Mirador del Azul, Mallin ahogado) mit Hund erlaubt sind, konnten sie uns im Touri- Büro in El Bolsón nicht sagen. Versucht haben wir es nicht- jedoch die "Sportstrecke" bei der YPF an der Ruta 40 Richtung Bariloche mit Soda genossen.
  • Parque Nacional Nahuel Huapi: keine Hunde erlaubt- da die Ruta 40 aber durchführt, fahren wir die Strecke natürlich. Aber sogar bei den meisten Aussichtspunkten steht ein Hundeverbot... 

Camping/Wohnungen: 

  • Camping Pescazaike kurz vor Río Gallegos: Hundeverbot! Wir durften aber bleiben und konnten die Notwendigkeiten erledigen. Ok für eine Nacht. 
  • Arwen Mesheken Apart Hotel in Ushuaia: Hunde erlaubt!!! Super coole kleine Wohnung mit Parkieren auf der Strasse, um getrennt die Umgebung erkunden zu können.
  • Camping Plätze im Nahuel Huapi Park haben überall ein Hundeverbot

 

 

Tierarzt/Grenzübergänge/Senasa: 

  • Río Gallegos:
    • Clinica Veterinaria Don Ramon- super freundlicher junger Tierarzt. Da die Parasitenbehandlung bei jedem Grenzübergang eine Übertherapie ist, hat er sie uns eingetragen ohne die wirkliche Applikation. Super Service, schnell, für 400ARS (Bar). Geöffnet ab 10 Uhr morgens. 
    • SENASA: ein paar Strassen weiter, geöffnet von 8-14 Uhr. Schneller Service, 4 Originale, 145 ARS plus 591 ARS Zusatzgebühr (Kreditkarte möglich). 
  • Grenzübertritt Paso Integración Austral (Argentinien- Chile):
    • Alles in einem Gebäude, zuerst Migración, dann Aduana für den Sprinter, dann SAG für Chile: haben unsere 4 SENASA Kopien gestempelt und ein Exemplar behalten. Draussen SAG Kontrolle betreffend Lebensmittel, bei uns ohne Suchhund.
    • Das Notfall Pedigree mit Knochenmehl drin haben sie uns weggenommen- eine Portion durften wir im Tupperware mitnehmen, damit Soda nicht verhungert=).
  • Grenzübertritt San Sebastián (Chile- Argentinien (Tierra del Fuego)):
    • Auf der chilenischen Seite Migración (Touristenkarte abgeben), Aduana (chilenisches Fahrzeugpapier abgeben), SAG (die Dame war nicht ganz zufrieden, dass wir ihr nur eine Kopie vom SENASA Formular gaben- naja)
    • Auf der argentinischen Seite Migración, Aduana für den Sprinter (neues Fahrzeugformular), SENASA draussen (war mit der Kopie zufrieden), keine Lebensmittelkontrolle.
    • Die Gegenrichtung von Argentinien nach Chile war ebenfalls problemlos mit den alten SENASA Papieren für Soda. Einige Lebensmittel mussten wir abgeben (frische Eier, die wir vergessen haben und Linsen). Die Notfallpedigree Ration für Soda im Tupperware wurde akzeptiert.
  • Grenzübertritt Paso Río Don Guillermo (Chile- Argentinien) beim Torres del Paine:
    • Auf der chilenischen Seite haben wir die PDIs (Touristenkarten) abgegeben, das wars. 
    • Auf der argentinischen Seite erneut Migración, Aduana für den Sprinter, die SENASA Papiere hat der nette Herr der Gendarmería gestempelt (aj un perrito=), eine Lebensmittelkontrolle gab es nicht. Das Pedigree blieb im Sprinter.
  • Grenzübertritt am Lago Buenos Aires von Los Antiguos nach Chile Chico (Argentinien- Chile):
    • Unsere alten Papiere von Río Gallegos haben den SENASA und vor allem den SAG Leuten noch gereicht. Kein Problem mit dem Hund. Jedoch gab es wieder unterschiedliche Informationen mit dem Hundefutter: hier hätten wir das gesamte Pedigree mit Knochenmehl drin einführen können.